Ferien mit Kindern in der Grossstadt: Geht das?

Strassenkarte von Rom

Anlässlich ihres runden Geburtstags schenkte ich meiner Frau eine Ferienreise nach Rom und lud mich und die Zwillinge dazu ein.

Rom ist ein Asphaltdschungel!

Die Stadt ist eine Metropole und zählt 2,6 Millionen Einheimische sowie mehrere Millionen Touristen pro Jahr. Rom erstreckt sich über mehr als tausend Quadratkilometer und ist laut, hektisch und wegen der vielen Autos, Busse und Roller ständig nahe am Verkehrsinfarkt.

Rom ist nichts für Kinder – oder doch?

Sechs Tage in Rom

Unsere 5½-jährigen Zwillinge waren noch nie in einer Grossstadt. Es drohte Gefahr, sie mit zu vielen Reizen zu überfordern. Wir mussten unser Reiseverhalten dem Alter der Kinder anpassen.

Mit einem für Familien zugeschnittenen Reiseführer planten wir legere Tages- oder Halbtagesausflüge. Meistens kombinierten wir ein Programm für Erwachsene mit einem Programm für Kinder (z.B. die Vatikanischen Museen mit einem nahe liegenden Kinderspielplatz oder das Kolosseum mit einem Trödelmarkt).

Rom strotzt vor Kultur und Attraktionen, aber wir verzichteten bewusst auf das Pilgern von einer Sehenswürdigkeit zur andern. Stattdessen liessen wir uns ungezwungen und ohne Zeitdruck treiben: Unerwartet ergaben sich nämlich immer wieder Möglichkeiten zum Pony reiten, Karussell fahren oder zum freien Spielen in einem Park. Manchmal schauten wir Gauklern zu, manchmal ruhten wir uns aus beim Lauschen von Strassenmusik. Je nach Lust und Laune malten die Kinder ihre Eindrücke in ein Reisetagebuch.

Schicke Restaurants und hippe Vinotheken liessen wir aus. Oftmals gingen wir zum Frühstücken zum Bäcker und schmausten süsse Brötchen an der Theke. Mittags und abends assen wir einfache italienische Gerichte in familienfreundlichen Restaurants, wo die Zwillinge von den Kellnern umgarnt und mit Zeichenpapier und Stiften versorgt wurden.

Abends brachten wir die Kinder nicht sehr viel später als üblich ins Bett. Weil meine Frau und ich ein eigenes Schlafzimmer hatten, konnten wir den Abend in Ruhe ausklingen zu lassen.

Fazit: Weniger ist mehr

Aus Rücksicht auf unsere Kinder besuchten wir einige, aber sicher nicht alle touristischen Highlights. Und das war gut so! Ein abgespecktes Reiseprogramm trug wesentlich dazu bei, dass Erwachsene und Kinder sechs herrliche, entspannte Tage in der Grossstadt verbrachten – Italianità inklusive.

 

 

Verfasst von

Zwillingsvater. Zwillinge (*2010). Twitterer and Blogger.

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